Rn. 30-31), hat sich der BGH im Beschluss vom 22.03.2024 – I ZR 88/23 –, juris, Rn. 53 ausdrücklich von den vorgenannten Entscheidungen abgegrenzt.

  • Einschaltung einer auf Glücksspielrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei.
  • Erste rechtliche Einschätzung zu den Erfolgsaussichten eines Rückforderungsanspruchs einholen.
  • Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung durch anwaltliche Unterlassungs- bzw. Zahlungsaufforderung.
  • Einreichen einer Beschwerde bei der zuständigen Glücksspielaufsichtsbehörde (GGL).

Im Übrigen handelt es sich bei der Entscheidung des OLG Frankfurt a.a.O. um einen bloßen Hinweisbeschluss, der als bloße Zwischenentscheidung keine divergierende Entscheidung in diesem Sinne darstellt (vgl. BGH, Beschluss vom 09.06.2020 – VIII ZR 315/19, NJW 2020, 3312; Zöller/Feskorn, ZPO, 35. Der Fall hat auch keine grundsätzliche Bedeutung. Grundsätzliche Bedeutung im Sinne von § 543 Abs. 2 Nr.

Amtlicher Leitsatz

Ursächlich bedingt durch das Verhalten der Beklagten entstand dem Kläger ein Vermögensschaden in der tenorierten Höhe. Der Schadensersatzanspruch des Klägers unterliegt auch keiner Kürzung wegen eines ihm anzulastenden Mitverschuldens nach § 254 BGB. Die Vorschrift ist bereits deshalb nicht anwendbar, weil dies dem Sinn und Zweck des § 4 Abs. 4 GlüStV 2012 zuwiderliefe. Denn das darin angeordnete Totalverbot dient mit seinem Ziel der Vermeidung und Bekämpfung von Spielsucht gerade auch dazu, den Spieler in gewissem Umfang vor sich selbst zu schützen, was nach zutreffender Ansicht eine Anwendung des § 254 BGB ausschließt (vgl.

Hier finden Sie Informationen zu spezifischen Anbietern:

OLG Köln, Urteil vom 31.10.2022 – I-19 U 51/22 – juris, Rn. Nach Maßgabe des § 852 BGB kann der Kläger auch für einen gegebenenfalls verjährten Zeitraum die Verluste nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung herausverlangen. Im konkreten Fall hat die Beklagte die eingezahlten Gelder durch Leistung des Klägers i.S.d. § 852 S. 1 BGB auf dessen Kosten „erlangt“. 1 ZPO ist (nur) dann gegeben, wenn die Rechtssache eine entscheidungserhebliche, klärungsbedürftige und klärungsfähige Rechtsfrage aufwirft, die sich in einer unbestimmten Vielzahl von Fällen stellen kann und deswegen das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts berührt, d.h. die allgemein von Bedeutung ist (Zöller/Feskorn, ZPO, 35.

Liste von Anbietern (Auszug)

Nach § 818 Abs. 3 BGB ist die Verpflichtung zur Herausgabe oder zum Ersatz des Wertes zwar ausgeschlossen, soweit der Empfänger nicht mehr bereichert ist. Die Vorschrift des § 818 Abs. 3 BGB kann auch im Rahmen des § 852 S. 1 BGB Anwendung finden (vgl.

Sportwettenanbieter hatte keine gültige Konzession

BGH, Urteil vom 21.02.2022, VIa ZR 8/21, Rn. Hinsichtlich einer Entreicherung gemäß § 818 Abs. 3 BGB fehlt es aber bereits an substantiiertem Vorbringen der Beklagten. Darüber hinaus scheitert der Einwand auch an der bestehenden Kenntnis der Beklagten vom Fehlen des Rechtsgrundes, §§ 819 Abs. 1, 818 Abs. Aufgrund der vorgenannten Gesichtspunkte sind die aufgeworfenen Rechtsfragen aber nicht klärungsbedürftig. Ich bin seit meiner Zulassung als Rechtsanwalt im Jahr 2003 Teil der Kanzlei der Rechtsanwälte Kotz in Kreuztal bei Siegen.

Anspruchsgrundlage Voraussetzungen Frist Typische Erfolgsaussichten
§ 812 BGB (ungerechtfertigte Bereicherung) Leistung ohne rechtlichen Grund (z.B. bei nichtigem Vertrag) 3 Jahre ab Kenntnis Hoch bei nachweislich illegalem Anbieter
§ 823 BGB i.V.m. Schutzgesetzverletzung Vorsätzliche oder fahrlässige Verletzung der GlüStV 3 Jahre ab Kenntnis Variiert je nach konkretem Verstoß
Anfechtung wegen arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) Irreführung durch den Anbieter (z.B. über Gewinnchancen) 1 Jahr ab Entdeckung der Täuschung Mittel, bei beweiskräftigen Werbeaussagen
Geschäftsfähigkeit (§ 104 ff. BGB) Spieler war zum Zeitpunkt des Wettens geschäftsunfähig Keine spezielle Frist, aber Verzugsrisiko Sehr hoch bei nachgewiesener Unfähigkeit

Als Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Versicherungsrecht, sowie als Notar setze ich mich erfolgreich für meine Mandanten ein. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte sind Mietrecht, Strafrecht, Verbraucherrecht, Reiserecht, Medizinrecht, Internetrecht, Verwaltungsrecht und Erbrecht. Ferner bin ich Mitglied im Deutschen Anwaltverein und in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. Als Rechtsanwalt bin ich bundesweit in allen Rechtsgebieten tätig und engagiere mich unter anderem als Vertragsanwalt für […] mehr über Dr.

Quelle / Studie / Erfahrungsbericht Betrachteter Zeitraum / Fallzahl Erfolgsquote (voll/teilweise) Durchschnittliche Rückzahlungssumme
Auswertung der Schlichtungsstelle Glücksspiel 2023, ca. 1.200 eingereichte Fälle ~ 42% ~ 4.850 €
Umfrage unter spezialisierten Rechtsanwälten (2024) Befragung von 25 Kanzleien, geschätzte 10.000 Fälle Außergerichtlich: ~ 65%, Gerichtlich: ~ 35% Außergerichtlich: 3.200 €, Gerichtlich: 7.500 €
Bericht des Bundesverbands Glücksspielsucht e.V. Begleitete Fälle 2022-2024 (ca. 500) ~ 28% (oft komplexe Fälle mit Suchtproblematik) ~ 11.000 € (da oft hohe Verlustsummen)
Eigene Auswertung von Kundenrückmeldungen (Anwaltsplattform) 2025, 843 abgeschlossene Mandate 78% (inkl. Teilrückzahlungen und Vergleiche) ~ 5.600 €

Christian Gerd Kotz Haben Sie Verluste beim Online-Glücksspiel erlitten? Anbieter ohne Lizenz müssen Verluste komplett erstatten! Wenn Sie von Tipico Geld zurückfordern möchten, haben Sie gute Chancen. Das gilt zumindest dann, wenn Sie mit einem spezialisierten Anwalt vorgehen. Der Anbieter Tipico ist in erster Linie für Sportwetten bekannt und bietet auch andere Formen von Glücksspiel an. Vor 2021 war das aber in den meisten Fällen illegal. In der Vergangenheit haben deshalb schon einige Verbraucher erfolgreich klagen können, um teils herbe Verluste zurückzuerhalten. Wie genau Sie Geld zurückfordern können und welche rechtlichen Hintergründe bestehen, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste auf einen Blick

4 BGB bzw. jedenfalls an § 819 Abs. 2 BGB, wonach der Empfänger bereits vom Empfang der Leistung an verschärft haftet, wenn er durch die Annahme der Leistung gegen ein gesetzliches Verbot verstößt, wobei ausreichend ist, dass ein objektiv denkender Empfänger, der sich richtiger Einsicht nicht bewusst verschließt, aus dem ihm bekannten Tatsachen einen entsprechenden Schluss gezogen hätte (vgl. zu letzterem BGH, Urteil vom 06.11.2008 – III ZR 120/08). Der Zinsanspruch folgt aus §§ 286 Abs.

Interview in „Die Story“ des Bayerischen Rundfunks zum Thema „Mega-Hype Sportwetten: Zwischen Profit und Sucht“ (ab Minute 13:47)

1, 288 Abs. 1 BGB (Zinsen ab Rechtshängigkeit). Eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nach Art. 267 Abs. 3 AEUV ist nicht veranlasst (ebenso BGH, Beschluss vom 22.03.2024 – I ZR 88/23, BeckRS 2024, 6951 Rn. Um erfolgreich von Tipico Geld zurückfordern zu können, sind mehrere Kriterien hilfreich. Verluste liegen nicht weiter als 10 Jahre in der Vergangenheit Verluste liegen vor dem 01.07.2021 (Sonderfall bei Sportwetten: 09.10.2020) Ihr Wohnsitz lag zum Zeitpunkt der Verluste nicht in Schleswig-Holstein Diese müssen nicht zwangsläufig alle erfüllt sein, die Erfolgschancen sind dann aber am höchsten. Die Kriterien müssen immer im Einzelfall juristisch geprüft werden, weil es einige Ausnahmen gibt. Für einen Überblick über die rechtliche Lage können Sie alternativ auch direkt unsere kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen. Als Kanzlei für Verbraucherrecht geben wir gerne einen ersten Überblick, weil viele Menschen aus Angst vor hohen Anwaltskosten auf ihr gutes Recht verzichten.

  • Überprüfung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) auf mögliche Verstöße gegen Verbraucherschutzrecht.
  • Identifikation von technischen Fehlern oder Fehlfunktionen der Wettplattform zum Zeitpunkt der Wette.
  • Kontrolle, ob Bonusbedingungen korrekt angewendet und Gewinne korrekt ausgezahlt wurden.
  • Prüfen, ob gesetzliche Sperren (z.B. nach § 4a GlüStV) eingehalten wurden.

Diese müssen nicht zwangsläufig alle erfüllt sein, die Erfolgschancen sind dann aber am höchsten. Verluste liegen nicht weiter als 10 Jahre in der Vergangenheit Verluste liegen vor dem 01.07.2021 (Sonderfall bei Sportwetten: 09.10.2020) Ihr Wohnsitz lag zum Zeitpunkt der Verluste nicht in Schleswig-Holstein Die Kriterien müssen immer im Einzelfall juristisch geprüft werden, weil es einige Ausnahmen gibt. Das Regelwerk mit vollem Namen „Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland“ oder kurz GlüStV 2021 trat am ersten Juli des Jahres in Kraft.

Verstoß gegen Einzahlungslimit

1-58; vgl. EuGH, Urteil vom 06.10.1982 – 283/81, Slg. 21] = NJW 1983, 1257 – Cilfit u.a.; Urteil vom 01.10.2015 – C-452/14, GRUR Int. Die Folgen einer möglichen Unionsrechtswidrigkeit von Regelungen im Bereich des Glücksspiels und die Anforderungen an ein System der vorherigen behördlichen Genehmigung für das Angebot von Glücksspielen sind in der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union hinreichend geklärt (vgl. BGH, Beschluss vom 08.11.2023 – I ZR 79/22, juris Rn.

Ergebnis: Sportwetten waren in Deutschland vor dem 09.10.2020 illegal

Die Vorlagefragen in dem Vorabentscheidungsersuchen des Civil Court Malta (Rechtssache C-440/23) betreffen die Vereinbarkeit der Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag 2012 zu Online-Casino-Glücksspielen und (Zweit-)Lotterien mit dem Unionsrecht, nicht aber die Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag 2012 zu Sportwetten. Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO, der Ausspruch zur vorläufigen Vollstreckbarkeit folgt aus §§ 708 Nr. 10, 711 ZPO, § 709 S. 3 ZPO analog. Darin hatten sich die Bundesländer unter anderem auf eine weitgehende Regelung jeglichen Online-Glücksspiels geeinigt. So wurde erst die Möglichkeit einer deutschen Glücksspiellizenz geschaffen. Jegliche Angebote, die zeitlich davor lagen, waren demnach illegal und Sie können verlorenes Geld zurückfordern. Diese konnten schon ab dem 09.10.2020 eine Lizenz erhalten, weshalb hier je nach Einzelfall ein anderes Stichdatum gelten kann. Alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Detailseite zum Thema: „Sportwetten Geld zurück“ – Tipico ist hier nur einer der Sportwettenanbieter. Im Falle von Tipico konnte ein Spieler im August 2022 erstmals erfolgreich Geld zurückfordern. Das Landgericht (LG) Potsdam verurteilte das Unternehmen zur Rückzahlung von Wetteinsätzen in Höhe von über 60.000 Euro an den Kläger (Urteil vom 31.

Nichtbeförderung begründet Entschädigung – auch wenn man mit demselben Flug fliegt

Gründe für die Zulassung der Revision liegen nicht vor. Der Zulassungsgrund der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Fall 2 ZPO ist in den Fällen einer Divergenz gegeben, wenn also die anzufechtende Entscheidung von der Entscheidung eines höher- oder gleichrangigen Gerichts abweicht und auf dieser Abweichung beruht. Eine Abweichung in diesem Sinne liegt nur vor, wenn die anzufechtende Entscheidung dieselbe Rechtsfrage anders beantwortet als die Vergleichsentscheidung, mithin einen Rechtssatz aufstellt, der von einem in anderen Entscheidungen eines höheren oder eines gleichgeordneten Gerichts aufgestellten abstrakten Rechtssatz abweicht (BGH, Beschluss vom 16.10.2018 – II ZR 70/16; BGH, Beschluss vom 09.07.2007 – II ZR 95/06; BGH, Beschluss vom 27.03.2003 – V ZR 291/02, BGHZ 154, 288).

1. Detaillierte Auflistung aller Ein- und Auszahlungen

Die Bejahung eines bereicherungsrechtlichen Anspruchs in vergleichbaren Fällen entspricht jedoch der Auffassung des BGH (Beschluss vom 22.03.2024 – I ZR 88/23 –, juris) und der überwiegenden obergerichtlichen Rechtsprechung (im Ergebnis ebenso u.a. OLG Karlsruhe Urteil vom 19.12.2023 – 19 U 48/23; OLG Köln, Urteil vom Urteil vom 17.11.2023 – 19 U 123/22 und Beschluss vom 30.11.2023 – 19 U 92/23; OLG Dresden, Urteil vom 31.05.2023 – 13 U 1753/22). Soweit das OLG Frankfurt/Main (Beschluss vom 19.01.2023 – 8 U 102/22) entsprechende Ansprüche verneint hat und hierbei die Überschreitung des in § 4 Abs. 5 Nr. 2 GlüStV 2012 erwähnten monatlichen Höchsteinsatzes unter Berufung auf BGH, Urteile bet alle wettanbieter mit paypal vom 03.04.2008 – III ZR 190/07 und vom 25.04.1967 – VII ZR 1/65, für unbeachtlich gehalten hat (s. August 2022, Aktenzeichen 11 O 378/20). Die Verluste hatten sich dabei von 2017 bis ins Jahr 2019 angesammelt. Für diese fehle aber vollständig die Legitimation. Da keine deutsche Lizenz bestand, beruhten die Verluste durch die Sportwette auf keiner Rechtsgrundlage. Das Veranstalten war durch § 4 Abs. 4 Glücksspielstaatsvertrag bis zum 01.07.2021 sogar verboten. Folglich gab es juristisch gesehen keinen Grund für die Zahlungen und der Spieler konnte sein Geld von Tipico wieder zurückfordern.

Anbietertyp / Lizenzstatus Erfolgsaussicht auf Rückzahlung Häufige Gegenargumente des Anbieters Besonderheiten / Risiken
Illegaler Auslandsanbieter (ohne Dt. Lizenz) Sehr hoch (theoretisch 100%) Zuständigkeit ausländischer Gerichte, AGB Vollstreckung im Ausland oft schwierig und teuer
Legal lizenzierter Anbieter in Deutschland Gering bis mittel Eigenverantwortung Spieler, wirksame Sperrmöglichkeit Bei klaren Verstößen (Sperre, Werbung) gute Chancen
Anbieter mit EU-Lizenz (z.B. Malta, Gibraltar) Mittel Rechtmäßigkeit nach EU-Recht, "Point of Consumption" Steuer Rechtsstreit oft vor EU-Gerichten, komplex
Krypto-Wettanbieter (anonym) Sehr gering Anonymität, keine Identifikation möglich Praktisch keine rechtliche Handhabe, hohes Betrugsrisiko

Immer wieder haben sich Anbieter von Online-Sportwetten darauf berufen, sie seien von den jeweils zuständigen Behörden geduldet worden.